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Wildtiere als Verbrauchsartikel

Deutschland ist einer der größten Absatzmärkte für Wildtiere

Exotische Tiere werden in Deutschland immer beliebter: Zoogeschäfte, Internet und Tierbörsen bieten vom bunten Korallenfisch aus dem Indopazifik über afrikanische Chamäleons und Papageien bis hin zu Gürteltieren oder Nasenbären aus Südamerika alles an. Die meisten der hierzulande gehandelten exotischen “Heimtiere” stammen aus freier Wildbahn. Selbst Zoos beziehen immer noch Wildfänge als “Nachschub”. Dieser wildwuchernde Handel verursacht unglaubliches Leid:

  • Wildtiertransporte sind nur eine von vielen Stationen eines langen Martyriums vom tropischen Lebensraum bis in deutsche Käfige

  • Der Exotenhandel bedroht nicht nur immer neue Arten, sondern ist auch ein eklatantes Tierschutzproblem - sowohl bei Händlern als auch dem späteren Tierhalter

  • Zoos und Zirkusse geraten immer wieder in die Schlagzeilen - wegen schlechter Haltungsbedingungen und der kritikwürdigen Herkunft ihrer Wildtiere.

Wildtiertransporte: Ein Verlustgeschäft für Tiere

Immer wieder bleiben Wildtiere auf dem langen Weg aus der Wildbahn in den Tierhandel auf der Strecke. Der internationale Transport ist dabei nur eine kurze Phase eines oft wochenlangen Martyriums vom Fang über diverse Zwischenhändler bis hin zum Endabnehmer. Während des gesamten Prozesses stirbt ein Großteil der Wildtiere - weitere Wildentnahmen sorgen für “Ersatz”. Die Anzahl der tatsächlich der Natur entnommenen Tiere ist also weit höher als die lebend am Zielort ankommenden Kreaturen. Nach mehreren dramatischen Zwischenfällen in den Frachträumen der Lufthansa und zähen Verhandlungen konnte PRO WILDLIFE den ehemals größten deutschen Wildtier-Transporteur zu weitreichenden Konsequenten bewegen.

... weitere Informationen zu Fang und Transporten von Wildtieren
... PRO WILDLIFE-Bericht “Wildtiertransporte & Tierschutz - ein Paradoxon” (pdf)

Exotenhandel - ein tödliches Geschäft

Obwohl bekannt ist, dass viele exotische Tierarten keinesfalls geeignete "Haustiere" sind, können sie von jedermann im Zoofachhandel, auf "Wildtier-Börsen", in Gartencentern oder über das Internet erstanden werden. Das gilt sogar für kleine Raubtiere, Giftschlangen, Krokodile und Skorpione, die dem Halter und seinen Mitmenschen gefährlich werden können. Andere Arten sind sehr stressanfällig, Klima- oder Nahrungsspezialisten und können nur unter hohem finanziellem und technischem Aufwand artgerecht gehalten werden. Doch nur die wenigsten Halter haben die erforderlichen Kenntnisse oder genügend Engagement. Es wird geschätzt, dass bis zu 95 % junger Schmuckschildkröten im ersten Jahr in Menschenhand sterben. Besonders hoch ist der "Verbrauch" an Zierfischen: Im Schnitt werden die 80 Millionen in Deutschland gehaltenen Fische viermal im Jahr ersetzt. 

... PRO WILDLIFE Bericht zum Wildvogelhandel: “Ein tödliches Geschäft”
... weitere Informationen zu Exotenhandel und -Haltung

Unrühmliche Rolle von Zoos und Zirkussen

Weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit bedienen sich viele Zoos immer noch in der freien Wildbahn, um neue Tierarten präsentieren zu können oder ihre Zuchtgruppen aufzufrischen: Giraffen aus Namibia, Elefanten aus Burma , Nasenbären oder Faultiere aus Südamerika, Wölfe aus Polen oder Löwen aus Sambia ziehen als Neuankömmlinge die Besucher an - und kaum jemand erfährt, das die Tiere gewaltsam der Natur entrissen wurden. Für große Aufregung sorgte dagegen der Import von vier jungen Elefanten aus Botswana, die 1999 in die Zoos Dresden und Erfurt kamen. Die Bilder von der brutalen Dressur der kleinen Elefanten, sorgten für  weltweiten Protest.

 

Quelle Text: PRO WILDLIFE  www.prowildlife.de

PRO WILDLIFE dokumentiert den Alltag des Massenhandels mit Wildtieren, prangert Missstände in Zoogeschäften, auf Tierbörsen, Haltungsprobleme bei Privatpersonen, in Zoos und Zirkussen an und fordert die längst überfällige Regulierung des Handels mit Wildtieren. 

   

 

 

 

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