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Nicht
nur Pädophile, Kinderpornoproduzenten und
Rassisten benutzen das Internet für ihre
dubiosen Machenschaften, sondern vermehrt
auch Hundehändler und gewerbliche
Massenvermehrer gehen mit diesem Medium
auf Kundenfang.
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Die
große Nachfrage bei sogenannten Moderassen bietet Züchtern,
die eher Hundehändler, denn Züchter sind, ein
weites und sehr lukratives Betätigungsfeld. Diese
dubiosen Zeitgenossen schmuggeln unter Umständen
ganze Würfe über die Grenzen nach Deutschland und
geben diese gegen gutes Geld mit gefälschten
Papieren an ihre ahnungslosen Kunden weiter. Genauso
wie die Abstammungsnachweise können natürlich auch
die Impfpässe gefälscht sein. Blankoimpfpässe
sind auf dem Schwarzmarkt schon für ein paar DM erhältlich,
selbstverständlich mit zugehörigem Stempel und
Unterschrift eines Tierarztes.
Solche
schwarz importierten Welpen werden oft in die
normalen Würfe eingeschoben; es werden dann stolze
„Zehner - Würfe“ gemeldet. Diese grandiosen Würfe
sind auch nur möglich, weil man ja so prächtige
Zuchthündinnen hat!
Um
der großen Nachfrage gerecht zu werden, halten sich
diese dubiosen Geschäftemacher eine große Zahl von
Zuchthündinnen. Diese armen Kreaturen müßte man
eher als Gebährmaschinen bezeichnen, die gnadenlos
bei jeder Hitze belegt werden. Schon nach wenigen
Jahren sind diese Tiere körperlich und seelisch
verbraucht. Zuwendung und Fürsorge erhalten sie
nicht, sie dienen lediglich der Profitgier des
Massenzüchters.
Die
Aufzählung der Methoden könnte an dieser Stelle
endlos fortgeführt werden. Auf jeden Fall stellen
sie einen Betrug an den Welpenkäufern und ein
schreckliches Vergehen an den Tieren dar.
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Machen
Sie sich nicht mitschuldig an dem Leiden
dieser armen Hunde!
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Kaufen
Sie keinen Welpen bei einem gewerblichen
Hundezüchter!
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Um
ihr Treiben zu verschleiern, halten sich einige
Massenzüchter regelrechte Vorzeigehündinnen,
welche den Besuchern und Kunden gezeigt werden.
Um von ihrem Handeln
abzulenken und den Kunden zu überzeugen, laden
diese „Züchter“ sehr freimütig zur
Besichtigung ihres Zuchtbetriebes ein.
„Jemand
der so freimütig zu einer Besichtigung einlädt,
hat doch nichts zu verbergen.“
Diese,
oder ähnliche Botschaften sollen bei den Kunden hängenbleiben.
Hinzu kommt noch, daß diese Leute in der Regel sehr
gute Verkäufer/innen sind und den Kunden regelrecht
bequatschen.
Die
Wahrheit sieht aber ganz anders aus! Zu sehen
bekommen die Kunden nur einen kleinen, extra für
sie ausgesuchten und hergerichteten Teil der
Zuchtanlage. Jeder gewiefte Massenzüchter arbeitet
mit mindestens zwei Orten! Einen zum Vorzeigen für
das Publikum, den Tierschutzverein, den
Amtstierarzt, das Finanzamt etc., und einen Ort zur
Zwischenlagerung und Massenvermehrung der Hunde.
Dort werden die Tiere - in aller Heimlichkeit
- gehalten und vermehrt.
Um
ihr „gutes Image“ sind die gewerblichen
Hundevermehrer sehr bemüht! Gerade das Internet
bietet ihnen dafür das beste Podium. Dort werben
sie mit Prädikaten wie: "autorisierter Züchter“,
"geprüfte Zuchtstätte",
"standardgerechte Zucht" etc. Mit bunten
Seiten und vielen Informationen lenken sie von ihrem
eigentlichen Tun ab. Viele ahnungslose
Hundeliebhaber ließen sich schon von dem äußeren
Erscheinungsbild der Massenvermehrer blenden. Fallen
nicht auch Sie darauf rein!
Es
ist nicht immer einfach den
Züchter / die Züchterin seines
Vertrauens
zu finden, daher an dieser Stelle ein paar Tips,
woran Sie eventuelle Massenvermehrer erkennen können:
- Die
Zuchtstätte züchtet drei, vier und mehr
Hunderassen und Mischlinge.
- Es
werden Welpen wie in einem Katalog angeboten.
- Bei
Interesse an einer nicht vorrätigen Rasse
sichert der Züchter zu, jede beliebige Rasse
besorgen zu können.
- Der
Züchter / die Züchterin bezeichnet sich z.B.
als autorisierter Züchter.
- Der
Züchter / die Züchterin prahlt mit der Qualität
seiner Zucht. Er macht andere Zuchtstätten
nieder, vor allem solche, die dem VDH
angeschlossen sind.
- Man
hat bei dem Besuch der Zuchtstätte den
Eindruck, sich in einem speziellen Besucherraum
zu befinden.
- Die
Hündin wurde bei jeder Hitze belegt.
- Der
Züchter / die Züchterin zeigt die Welpen nicht
im Zusammenleben mit der Mutterhündin.
- Der
Züchter / die Züchterin ist nicht in der Lage,
eine Wurfabnahme und eine Zwingerabnahme von
einer anerkannten Stelle vorzulegen.
- Der
Züchter kann keine vom VDH anerkannte
Ahnentafel der Mutterhündin und des Rüden
zeigen.
- Für die Welpen
werden keine VDH-anerkannten Ahnentafeln
ausgestellt.
- Der
Züchter sichert Ihnen die Mitnahme einer
Ahnentafel beim Welpenkauf zu ( Das geht nur,
wenn er die Ahnentafel selber schreibt, bzw.
kopiert. Offizielle Ahnentafeln werden bei dem
Zuchtbuchamt des jeweiligen Rassezuchtvereins
bzw. direkt vom VDH ausgestellt. Das dauert
seine Zeit.) .
Trifft
einer der oben genanten Punkte zu, ist zur
Wachsamkeit geraten. Treffen mehrere Punkte zu, so
nehmen Sie Abstand von einem Welpenkauf bei diesem Züchter
/ dieser Züchterin.
Melden
Sie solch einen Zuchtbetrieb dem Tierschutzverein
mit möglichst genauen Angaben.
Wenn
Sie bei der Suche im Internet auf einen mutmaßlichen
Massenzüchter und / oder Tierhändler stoßen,
beschweren Sie sich bei dem Betreiber der
Suchmaschine, zusätzlich am besten noch öffentlich
in einer NewsGroup. Betreiber von Suchmaschinen
haben einen Ruf zu verlieren.
Sie
können Ihren Fund auch gerne bei mir melden (
Angabe der Suchmaschine, des Suchbegriffs, des
Fundes).
Nachfolgende
Punkte sind für einen guten Züchter / eine gute Züchterin
eine Selbstverständlichkeit:
- Der
Züchter / die Züchterin lebt mit seinen Hunden
unter einem Dach.
- Der
Züchter / die Züchterin gehört einem
VDH-Rassehundverein an, sein Wurf ist bei dem
Verein gemeldet und durch diesen abgenommen.
- Der
Züchter / die Züchterin kann eine vom VDH
anerkannte Ahnentafel der Mutterhündin und
einen entsprechenden Abstammungsnachweis des Rüden
vorlegen.
- Die
Welpen dürfen in ihrer natürlichen Umgebung
erlebt werden.
- Die
Welpen zeigen keine Scheu vor Fremden.
- Die
Mutterhündin zeigt ein unerschütterliches
Vertrauen zu ihrem Besitzer / iherer Besitzerin.
- Die
Zuchtstätte ist sauber und hundgerecht.
- Zwischen
den Würfen hat die Mutterhündin min. eine
Hitze Pause.
- Der
Züchter / die Züchterin läßt mit sich nicht
über den Preis der Welpen feilschen.
- Ein/e
verantwortungsvoller Züchter / Züchterin wird
Sie nach Ihren Vorstellungen zum Zusammenleben
mit einem Hund befragen.
- Der
Züchter / die Züchterin nimmt sich viel Zeit für
ein Beratungsgespräch.
- Ein/e
verantwortungsvoller Züchter / Züchterin wird
unter Umständen eine Wartezeit von 1/2 bis 3/4
Jahr von Ihnen erwarten. Er produziert keine
Welpen auf Lager.
- Ein/e
verantwortungsvoller Züchter / Züchterin ist
bestrebt, mit seinem Welpen und dessen neuer
Familie auch über den Zeitpunkt des Verkaufs
Kontakt zu halten.
Noch
eine letzte Anmerkung zum Schluß: Schauen Sie doch
auch mal in einem Tierheim vorbei. Dort warten viele
schöne und liebe Vierbeiner auf ein neues Zuhause.
Vielleicht schließen Sie ja auch dort einen Welpen
/ Hund in Ihr Herz.
Bitte
verzeihen Sie mir, wenn ich zu eindringlich
geschrieben habe und Sie sich genötigt fühlen,
aber mir dreht sich der Magen um, wenn Tiere von
skrupellosen Geschäftemachern ausgebeutet und gequält
werden.
Ihr
H. Paulus
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